Margarethe, kurz vor ihrem 90. Geburtstag, erinnert sich in langen Gesprächen mit Maria Josefa Martínez an ihr Leben von der Kindheit in Ostpreußen, über Krieg, Vertreibung und tiefstes Grauen, bis hin zum sibirischen Arbeitslager und die späte Rückkehr nach Deutschland.

 

"...Sie sah ein Pferd auf sich zurennen, laut flehend, von den Vorderhufen auf die Hinterhufe im Zickzack springend, den Pferdeschweif um sich schlagend, brennend.
Speichel floss in Fäden aus dem Maul. Und dann sprang das Pferd ganz nah an Margarethe vorbei. Sie roch den Angstschweiß und die verbrannten Haare und kurz traf der flehende Pferdeblick auf Margarethes Augen..."

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